St. Gallen, 10. September 2025: Mit der Veröffentlichung der 200. Konzertdokumentation erreicht Bachipedia, die digitale Plattform der J. S. Bach-Stiftung, einen bedeutenden Meilenstein – und setzt neue Massstäbe in der digitalen Vermittlung der Musik Johann Sebastian Bachs.
Seit 2006 führt die J. S. Bach-Stiftung in St. Gallen unter der künstlerischen Leitung von Rudolf Lutz monatlich Vokalwerke von Bach auf und stellt diese Abende in ihrer Gesamtheit online frei zur Verfügung. Ab sofort ist auf Bachipedia die 200. Konzertdokumentation abrufbar. Das digitale Archiv umfasst damit rund 600 hochwertige Videos, bestehend aus Werkeinführungen, Kantatenaufführungen und begleitenden Reflexionen.
Die Plattform ging am 21. Januar 2019 online und hat sich seither als einzigartiges digitales Zuhause für Bachs Vokalwerk etabliert. Bachipedia ist dreisprachig verfügbar (Deutsch, Englisch, Spanisch) und richtet sich an ein internationales Publikum. Besonders viele Musikliebhaberinnen und -liebhaber kommen aus dem deutschsprachigen Raum und den USA, doch auch in Südamerika, Asien und Ozeanien hat sich eine treue Fangemeinde entwickelt. Die Resonanz auf die digitalen Angebote der Stiftung wächst kontinuierlich: Die Aufführungen wurden bereits millionenfach abgerufen und gestreamt. Menschen aus aller Welt haben so unzählige Stunden mit den Bach-Interpretationen der J. S. Bach-Stiftung verbracht.
Besonders gefragt sind die grossen Werke des Komponisten. Das Weihnachtsoratorium, die Passionen und die h-Moll-Messe zählen zu den meistgestreamten Inhalten. Auch einzelne Kantaten haben innerhalb der Community besondere Beachtung gefunden – allen voran «Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit» (BWV 106) und «Ich hatte viel Bekümmernis» (BWV 21).
«Bachipedia ist eine lebendige Plattform. Sie entwickelt sich ständig weiter, sowohl vom Inhalt her als auch von den Funktionalitäten. Wir wollen das Zentrum, die Anlaufstelle, sein für Leute, die sich mit dem Vokalwerk von Bach auseinandersetzen möchten. Unser Ziel ist es, das musikalische Weltkulturerbe Bachs bestaunbar, erlebbar und greifbar zu machen – eigentlich genau so, wie das auch mit den Pyramiden von Gizeh oder Machu Picchu der Fall ist», sagt Anneliese Looser-Hummler, Projektleiterin von Bachipedia.
Bachipedia ist jedoch weit mehr als nur eine Sammlung von Konzertaufnahmen. Die Plattform wird durch umfangreiches Textmaterial ergänzt – darunter Kantatentexte, Werkbegleiter und Analysen – sowie durch unterhaltsame und didaktische Kurzvideos. So ist ein multimediales Archiv gewachsen, das Bachs Vokalwerk in einer Form zugänglich macht, die auch ein junges Publikum anspricht und inspiriert.
Nächste Konzertdokumentation am 19. September
Für die J. S. Bach-Stiftung setzt sich die Reise durch Bachs Vokalwerk nahtlos fort: Am 19. September 2025 wird in der evangelischen Kirche Trogen die Kantate BWV 152 «Tritt auf die Glaubensbahn» aufgeführt – ein Werk, das durch seine intime, kammermusikalische Besetzung und die tiefgründige Ausdeutung des Textes besonders hervorsticht. Gestaltet wird der Konzertabend vom Orchester der J. S. Bach-Stiftung unter der Leitung von Rudolf Lutz, gemeinsam mit der Sopranistin Miriam Feuersinger und dem Bass Peter Harvey. Beide zählen zu den renommiertesten Bach-Interpreten weltweit und sind mit nahezu 40 Aufnahmen auf Bachipedia vertreten.
Die Reflexion zum Kantatentext übernimmt Prof. Dr. Roland Reichenbach, Erziehungswissenschaftler an der Universität Zürich. Mit seinem interdisziplinären Hintergrund in Psychologie, Ethik und Bildungsforschung bringt er eine besondere Perspektive ein und schlägt eine Brücke zwischen theologischer Tiefe und moderner Lebenswirklichkeit.
Musik und Gespräch: Andreas Helm ist «Zu Gast bei Rudolf Lutz»
Am Morgen nach dem Konzert, am 20. September, lädt die J. S. Bach-Stiftung zum beliebten Format «Zu Gast bei Rudolf Lutz» ein. Im Mittelpunkt steht diesmal der Oboist Andreas Helm, der auch beim Konzert am Vorabend mitwirkt. In diesem musikalisch-unterhaltsamen Artist Talk gibt er Einblicke in sein Leben auf und hinter der Bühne. Rudolf Lutz übernimmt die Rolle des charmanten Fragestellers, Entertainers und Improvisators – und entlockt seinem Gast Spannendes, Persönliches und Unerwartetes. Neben anregenden Gesprächen wird auch musiziert, gesungen und improvisiert.
Termine
Freitag, 19. September 2025: Kantatenkonzert der J. S. Bach-Stiftung
Evangelische Kirche Trogen, AR
Die Werkeinführung beginnt um 17.30 Uhr, das Konzert um 19.00 Uhr.
Samstag, 20. September 2025: Andreas Helm ist «Zu Gast bei Rudolf Lutz».
10.30 Uhr im Saal der Ortsbürgergemeinde St. Gallen.
Für alle Gäste stehen ab 9.30 Uhr Kaffee und Gipfeli bereit.
ÜBER DIE J. S. BACH-STIFTUNG
Die J. S. Bach-Stiftung setzt sich für die Förderung und Verbreitung der Musik von Johann Sebastian Bach ein. Mit hochkarätigen Aufführungen, musikalischen Bildungsangeboten und interdisziplinären Projekten möchte die Stiftung das kulturelle Erbe von Bach bewahren und zeitgemäss interpretieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit renommierten Künstlerinnen, Künstlern und Fachpersonen entstehen einzigartige Konzert- und Vermittlungserlebnisse, die Menschen jeden Alters und Hintergrunds ansprechen.
SERVICE UND WEITERE INFORMATIONEN
Karten können in unserem Online-Ticketshop bestellt werden. Gerne können Sie Ihre Ticketanfrage oder sonstige Fragen auch an unsere Geschäftsstelle richten unter +41 71 242 16 61 oder per E-Mail an info@bachstiftung.ch.
Bitte beachten Sie, dass infolge von Ton- und Filmaufnahmen nach Beginn der Werkeinführung und des Konzerts kein Einlass gewährt werden kann.
Türöffnung: jeweils 10 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.
PRESSEKONTAKT
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